Google-Konto

Google-Konten-Logo

Das Google-Konto ist ein bei Google registriertes Benutzerkonto, mit dem verschiedene Google-Dienste genutzt werden können. In dem Konto werden unter anderem personenbezogene Daten und Informationen gespeichert und verknüpft. Durch ein Google Konto bekommt der Nutzer die Möglichkeit, sich durch zentrale Zugangsdaten an verschiedenste Anwendungen anzumelden. Durch die Bereitstellung einer standardisierten, auf OAuth 2.0 basierenden, Schnittstelle, bietet sich für Entwickler von externen Plattformen (sogenannte Drittanbieter) die Möglichkeit, einem Nutzer das Anmelden mit dem Google-Konto zu ermöglichen, wodurch sich der Nutzer das Erstellen eines weiteren Kontos auf einer externen Plattform erspart (und sich auch keine neuen Zugangsdaten merken muss).

Registrierung[Bearbeiten]

Einige Google-Dienste, wie die Google-Suche, lässt sich auch ohne Anmeldung nutzen. Andere Anwendungen, wie bspw. Google Mail (GMail), lassen sich nur nach der Anmeldung mit einem Google-Konto nutzen. Dienste, die auch ohne Google-Konto genutzt werden können, bieten bei der Verwendung mit einem Konto allerdings oft Vorteile, die einem unregistrierten Nutzer nicht zur Verfügung stehen. So hat ein unregistrierter Nutzer auf der Plattform YouTube keine Möglichkeit Kanäle zu abonnieren oder Videos mit einem Daumen hoch positiv zu bewerten.

Android lässt sich grundsätzlich auch ohne Google Konto verwenden, allerdings ist die Nutzung verschiedener Komfortfunktionen nicht mehr möglich. Der Zugriff auf den Google Play Store ist bspw. nur mit einem Google Konto möglich, hier gibt es allerdings Alternativen.

Sobald für eine Funktion ein Google Konto benötigt wird, bekommt der Nutzer die Möglichkeit, sich mit einem bestehendem Konto anzumelden, oder ein neues zu erstellen. Möchte man ein neues Google Konto erstellen, kann auch der folgende Direktlink verwendet werden:

https://accounts.google.com/SignUp

Die Registrierung eines Google-Kontos ist kostenfrei.

Synchronisierung mit dem Google Konto[Bearbeiten]

Bei der Verwendung eines Google Kontos auf dem Andorid Smartphone hat man als Nutzer die Möglichkeit verschiedene Daten zu synchronisieren. Diese Funktionalität wird durch die, bei Google-zertifizierten Geräten vorinstallierten, Google Apps (kurz GApps) realisiert. Dabei werden verschiedene Daten, wie Kalendereinträge, E-Mails (bei Verwendung von GMail) oder die Android Einstellungen, auf den Servern von Google gespeichert und bei Bedarf auf einem neuen Gerät wiederhergestellt.

Sicherheit[Bearbeiten]

Passwort- und Wiederherstellungsoptionen beim Google-Konto

Zur Anmeldung an das Google-Konto genügt die Eingabe der bei der Registrierung festgelegten Google-Mail-Adresse, dem eigenen Passwort, sowie eines Sicherheitscodes (sofern die Zwei-Faktor-Authentifizierung aktiviert wurde). Alternativ kann man auch eine externe E-Mail-Adresse eines anderen Anbieters als gültigen Anmeldenamen einrichten. I.d.R. bleibt ein Nutzer solange angemeldet, bis er die Cookies des Browser löscht, oder sich aktiv abmeldet. Lediglich bei speziellen Aktionen (bspw. die Änderung der Kontosicherheit, dem Zugriff auf sensible Daten oder der Ausführung kostenpflichtiger Aktionen) verlangt Google die erneute Eingabe des Passwortes.

Anmeldung in zwei Schritten[Bearbeiten]

Hauptartikel: Google Authenticator

Angelehnt an das Onlinebanking, gibt es bei Google die Möglichkeit, die Anmeldung in zwei Schritten einzurichten. Dabei wird das Google-Konto mit einem Android-Gerät verknüpft, auf welchem die App Google Authenticator Play Store installiert ist. Die App generiert im 60-Sekunden-Rhythmus Sicherheitscodes, die beim Anmelden an das Google-Konto an einem nicht vertrauenswürdigem Endgerät abgefragt werden. Dadurch erhöht sich die Sicherheit des Google-Kontos insofern, das ein potentieller Angreifer nicht nur die Google-Mail-Adresse und das Passwort benötigt, sondern auch ein gültiges Einmalpasswort, welcher alle 30 Sekunden neu generiert wird.

Neben dem Google Authenticator kann auch der Versand einer SMS mit dem Bestätigungscode oder ein automatisierter Anruf genutzt werden. Ebenso ist die Verwendung eines Hardware-Schlüssels nach dem offenen FIDO Universal 2nd Factor (U2F) Standards möglich.[1]

Verbundene Apps, Webseiten und Dienste[Bearbeiten]

Google bietet Entwicklern die Möglichkeit, den Login mit einem Google-Konto auf ihrer Webseite oder ihrem Dienst anzubieten. Dabei erhält die Website, die App oder der Dienst Zugang auf spezielle, angeforderte Informationen aus dem Google Konto des Nutzers (sofern dieser dem Zugriff zugestimmt hat). Auch die DroidWiki bietet diese Möglichkeit, sich mit dem Google Konto anzumelden, anstelle der Kombination aus Benutzername und Passwort.

Anwendungspezifische Passwörter[Bearbeiten]

Nutzt man die Bestätigung in zwei Schritten, ist es bei einigen Anwendungen, die die Anmeldung mit dem Google-Konto unterstützten, nicht mehr möglich, sich anzumelden. Um dieses Problem übergangsweise zu umgehen, gibt es die anwendungsspezifischen Passwörter. Dies sind statische Passwörter, die sich im Google-Konto generieren, aber nicht ändern oder anzeigen lassen. Dieses Passwort wird einmalig angezeigt und kann zur Anmeldung an das Google-Konto anstelle des Google-Passwortes genutzt werden. Die Verwaltung dieser anwendungsspezifischen Passwörter geschieht über die Sicherheitseinstellungen des Google-Kontos.

Google Kontowiederherstellung[Bearbeiten]

Im Fall, dass man sein Passwort oder Benutzernamen zum Google-Konto vergessen hat, oder andere Probleme bei der Anmeldung hat, bietet Google verschiedene Möglichkeiten, den Zugang zum Konto wiederherzustellen. Je nachdem, welche Angaben man bei der Registrierung gemacht hat, sind die Verfahren komplizierter und zeitaufwendig oder relativ einfach und schnell.[2] Um Probleme bei der Anmeldung zu beheben, empfiehlt es sich, den Anweisungen dieses Tools zu folgen.

Kritik[Bearbeiten]

Google speichert Daten, diese Daten sollen durch die Datenschutzbestimmungen von Google ausreichend geschützt sein. Dies sehen Kritiker immer wieder anders und kritisieren die nicht nur die schlechte Verständlichkeit, sondern oft auch die sehr schwammig verwendete Formulierung. Der Benutzer wisse abschnittsweise auch nach Lesen der Datenschutzbestimmungen nicht, was mit seinen durch Google erhobenen Daten passiere. Die französische Datenschutzaufsicht CNIL bringt folgende Beispiele vor:

Google verknüpft Ihre Gerätekennungen oder Telefonnummer gegebenenfalls mit Ihrem Google-Konto.

Die Verwendung von Formulierungen mit gegebenenfalls, möglichwerweise oder beispielsweise erlaube es Google, „nahezu alle Daten aus allen Diensten für alle Zwecke zu verwenden“.[3]

Neben den teilweise schwammig ausgedrückten Datenschutzbestimmungen gerät Google auch durch den Umstand in Kritik, dass man sich mit der Registrierung beispielsweise einer Google-Mail-Adresse automatisch an zahreiche andere Dienste von Google registriert, allen voran Google Plus, dem sozialen Netzwerk von Google. Dabei ist es irrelevant, ob man dies nun möchte oder nicht, ein Google-Konto (und somit Google Mail) gibt es nur im Zusammenhang mit Google Plus und umgekehrt.[4]

Eine Möglichkeit herauszufinden, welche Daten von Google gespeichert sind, gab es lange Zeit nicht. Google hat als Reaktion auf die Kritik allerdings den Dashboard Service[5] eingeführt, der einem angemeldeten Benutzer ungefähr anzeigt, was von ihm in seinem Google-Konto gespeichert ist.

Neben der Speicherung der Daten erhielt Google den Vorwurf, diese Daten auch für die „Verbesserung“ der Suchvorschläge und Suchergebnisse bei der Google Suche[6] zu nutzen. Dabei werden die Suchbegriffe und die Klicks, welche man auf die Ergebnisse ausführt, analysiert und bei weiteren Suchbegriffen soll dann erraten werden, wo es am wahrscheinlichsten ist, als Benutzer die passende Information zu finden. Neben dieser Verbesserung der Suchergebnisse sollen diese Daten allerdings auch für die Verbesserung der Werbeeinblendungen genutzt werden. So erhält ein Autoliebhaber eher Werbung für Sammlerstücke und ein Computerspezialist Angebote für den nächsten Heim-PC.

Googlekonto löschen[Bearbeiten]

Will man sich von Google trennen, ist es sicherlich ratsam alle seine Daten und Konten beim Suchmaschinenriesen zu löschen. Dies ist durchaus möglich und einfacher als man es vllt. gedacht hätte. Bevor man das Konto löschen kann, muss man sich in dem entsprechenden Konto anmelden. Dies geht einfach über diesen Link. Hat man sich erfolgreich angemeldet, gelangt man zu der Kontoübersicht. Hier kann man ganz unten auf den Link Konto schließen und alle damit verknüpften Dienste und Informationen löschen klicken. Anschließend wird man auf eine Seite geleitet, auf der alle Dienste aufgelistet sind, die mit dem Googlekonto verknüpft sind. Diese muss man nun einzeln auswählen, um die Daten aus diesem Dienst löschen zu lassen. Hat man dies getan, bestätigt man seinen Löschwunsch mit seinem aktuellen Googlepasswort und zwei Haken. Mit diesen Haken bestätigt man, sich sicher zu sein, dass das Googlekonto gelöscht werden soll, sowie man weiterhin für alle ausstehenden Transaktionen aufkommen muss. Nachdem man seinen Löschwunsch mit einem Klick auf Google-Konto löschen bestätigt hat, wird das Konto unwiderruflich gelöscht.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. https://support.google.com/accounts/answer/6103523?hl=de
  2. http://support.google.com/dartsignin/bin/answer.py?hl=de&answer=114767
  3. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/datenschutz-kritik-an-google-neuer-datenschutzerklaerung-a-861742.html
  4. http://www.computerbild.de/artikel/cb-Aktuell-Internet-Google-Konten-integration-7182151.html
  5. https://www.google.cpm/dashboard
  6. http://www.google.de
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